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in Tagen: 1383
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Kulinarisches
Frühlings-Bäckerei

Also Ärmel hochgekrempelt, mit Schüsseln und Rührlöffel bewaffnet, Ofen angeworfen ... und los ging's.

Dreierlei-Schoki-Muffins, Bananen-Walnuss-Muffins, Heidelbeer-Muffins und Kirsch-Schoki-Mandel-Muffins.

Zwischendurch mit der linken Hand auf der glühendheißen Herdplatte abgestützt, besagte Hand unterm Wasserhahn gekühlt, mit der rechten Hand weiter Förmchen befüllt. Ab und zu Hunde auf gebührenden Abstand zum Naschwerk gebracht. Kind selbiges probieren und für lecker befinden lassen. Muffins am Bestimmungsort abgeliefert und erledigt auf die Couch gefallen.
Allen Bloglesern ein schönes Wochenende!
Carola 10.04.2010, 20.26 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Weihnachtsbäckerei
Seit 20 Jahren versuche ich, dem Geheimnis eines Backwerks auf die Spur zu kommen, das meine Mutter in der Weihnachtszeit mit mir gebacken hat, als ich noch ein Kind war. Das Rezept habe ich zusammen mit dem uralten Backbuch von ihr geerbt.

Und doch, seit 20 Jahren will und will es mir einfach nicht gelingen. Als Heidesand steht es im Buch. Ein ganz unscheinbares kleines Rezept. Mit wenigen und einfachen Zutaten. Auch die Teigherstellung stellt keine besondere Herausforderung dar. Egal, ob ich mich an die Originalzutaten genau in angegebener Menge halte oder ob ich experimentiere: entweder, die Kugeln werden zu einer Zumutung für die Zähne oder sie zerfließen zu einem einzigen großen Keks. Gut, inzwischen bin ich soweit, dass sie nur noch zu halben Kugeln zerfließen und man sie durchaus essen kann. Aber von der Perfektion meiner Mutter bin ich noch Lichtjahre entfernt.
Und warum? Keine Ahnung. War das Mehl damals anders? Oder die Butter? Der Zucker wird es ja wohl nicht sein. Hirschhornsalz ist Hirschhornsalz. Und auch sonst finde ich bei den Zutaten den Fehler nicht. Ich habe noch genau im Kopf, wie meine Mutter den Teig zubereitet hat und mache es genauso. Ich probiere mit winzigen Unterschieden bei den Zutatenmengen. Und trotzdem, ich werde wohl nochmal 20 Jahre brauchen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Und so lange werde ich es geduldig probieren, jedes Jahr in der Weihnachtszeit ...

In der Zwischenzeit knete ich nebenbei den Teig für die Plätzchen der Kinder. Die wiederum haben gar keine Schwierigkeiten, die perfekten Weihnachtsplätzchen aufs Blech und in den Ofen zu bringen.

So duftet inzwischen das ganze Haus nach süßen Leckereien. Und wenn dann das letzte Blech mit Keksen den Ofen verlassen hat, werden wir uns auf den Weg machen zum Weihnachtsmarkt.
Euch allen einen schönen 3. Advent!
Carola 12.12.2009, 14.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Reiche Ernte

Bis auf die Früchte enthält der Sauerdorn in allen anderen Pflanzenteilen als Hauptwirkstoffe Berberin und Berbamin, die bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Die Beeren sind weitgehend frei davon und können gegessen werden.
Da mein Vorrat an Konfitüren, Gelees und Marmeladen jeder Beschreibung spottet, werde ich mich zügeln und keine weiteren Gläser produzieren.
Ich dachte eher daran, mal ein persisches Rezept auszuprobieren und die Beeren zusammen mit Reis und Hühnchen zuzubereiten. Gerade in orientalischen Ländern ist die Berberitze sehr beliebt zum Würzen von Reis (süß-sauer).
Wenn mir also das Wetter freundlich gesonnen ist und die Beeren getrocknet sind, werde ich ernten, kochen und dann hier berichten ...
Carola 03.11.2009, 18.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Lecker!

und - wusch! - blieben nur noch ein paar einsame Krümelchen übrig.
Ich konnte noch schnell die letzten Stücke für die Nachwelt festhalten und schon war er weg.

Er hatte ein wahrlich kurzes Leben, der Banana Chocolate Swirl Cake
aus Frau Barcomi's wunderbarem Backbuch.
Gedenken wir seiner, streichen uns über den Kugelbauch und lecken uns die letzten Krümel von den Lippen .... jamjam.
Carola 01.11.2009, 17.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kurzer Zwischenstand

Täglich einmal gut durchschütteln ... das muss sein und erhöht die Vorfreude auf das erste Gläschen ungemein!
Carola 05.10.2009, 08.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Blaue Pläne

Das hier:
Schlehenlikör
Die Schlehen werden mit einer Nadel mehrmals angestochen und über Nacht eingefroren, damit sie nicht mehr bitter schmecken.
Zutaten:
300 g reife Schlehen (noch gefroren)
1 geschälte Orange in Stücken
1 Zimtstange
12 Gewürznelken
250 g Kandiszucker
700 ml Wodka
Die gefrorenen Schlehen zusammen mit den anderen Zutaten in ein Glasgefäß geben (Weißglas, kein dunkles) und gut durchschütteln.
6 Wochen an einen hellen, warmen Platz stellen (am besten an ein Fenster in der Nähe der Heizung). Hin und wieder aufschütteln.
Danach den Likör durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter gießen und in Flaschen füllen.
Gut verschließen. Kühl lagern.
Kalt servieren.
Zum Wohl!
Carola 25.09.2009, 18.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Begehrliche Blicke ...
... werfen momentan alle Familienmitglieder auf diese schokoladige Verführung:

Sie steht in der Küche und wartet auf ihren Einsatz. Entstanden nach einem der besten Rezepte für Schokoladenkuchen, das mir jemals in die Hände fiel. Und nein, es ist nicht Omas Geheimrezept, sondern zu finden in diesem grandiosen Buch, dessen Rezepte man einfach komplett durchprobieren muss:

Ich kann nur sagen: unbedingt probieren.
Carola 09.11.2008, 10.47 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Hexenküche
Was man hier sieht, ist nicht das Innere eines Vulkans, sondern fast fertige Konfitüre.

Ja, Konfitüre. Seit der Konfitürenverordnung vom 26.10.1982 und laut EU-Vorschrift darf sich nämlich nur noch Marmelade nennen, was Zitrusfrüchte enthält. Das ist darauf zurückzuführen, daß der englische Begriff Marmalade von jeher die britische Orangenmarmelade bezeichnete.
Also, auch wenn es mir schwerfällt, den guten alten Begriff nicht mehr zu benutzen: Ich koche Konfitüre. Fast täglich. Bisher wurden dunkel und kühl eingelagert:
Rhabarber-Apfel-Konfitüre mit Vanille
Erdbeer-Melonen-Konfitüre
Erdbeer-Kiwi-Konfitüre
Rhabarber-Bananen-Gelee
Alle samt sehr lecker! Nun, noch stehen reichlich leere Gläser und Flaschen bereit. Für Fruchtiges mit und ohne Alkohol. Aber ich fürchte fast, ich muss im Laufe des Sommers noch für Nachschub sorgen ...

Carola 11.06.2008, 17.06 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Die Sonne im Garten
Manche mögen ihn gar nicht in ihrem Garten: den Löwenzahn (Taraxacum officinale). Gnadenlos wird ihm zu Leibe gerückt. Ich entferne ihn nur dort, wo er anderen Pflanzen zu nahe kommt. Bei uns findet man ihn in jedem Wachstumsstadium. Und wenn er ganz groß geworden ist, hat ihn die Hasendame zum Fressen gern.

Wenn ich viel Zeit habe, ziehe ich los und grabe die Wurzeln aus. Ich trockne sie in Stückchen geschnitten langsam im Backofen (bei offener Tür) und habe dann einen schönen Vorrat an "Blümchenkaffee". Schmeckt wirklich lecker und ist super gesund.
Die ganze Pflanze steckt übrigens voller Heilkräfte: Der Tee wirkt entschlackend (sehr gut in Form einer Frühjahrkur), blutreinigend und blutdruckregulierend. Die Blätter schmecken gut als Salat und wirken gegen Leber- und Gallenleiden. Auch bei Magenbeschwerden, Rheuma und Harnwegserkrankungen kann der Löwenzahn gute Dienste leisten. Und die weiße Milch hilft angeblich gegen Warzen.
In einem Kräuterbuch von 1926 kann man sogar folgenden Schönheitstipp finden: "Die Weiber pflegen sich auch unter den Augen mit diesem Wasser zu waschen, in Hoffnung, ein klar Angesicht zu erlangen." Nun ja, zumindest schaden kann es sicher nicht.

Hier noch ein Rezept für Naschkatzen:
Löwenzahnblüten-Gelee
Man nehme: 500 g Löwenzahnblüten, 4 unbehandelte Limetten, 1 unbehandelte Orange, 1,5 l Wasser und 1 kg Gelierzucker
Löwenzahnblüten gut waschen und trocken tupfen.
Zusammen mit den in Stücke geschnittenen Limetten, der Orange und dem Wasser ca. 1 Stunde köcheln lassen.
Die Masse durch ein Sieb streichen, den gewonnenen Saft mit dem Gelierzucker mischen und nochmals 5 Minuten kochen. Heiß in Schraubgläser füllen und gut verschließen.
Guten Appetit!
Carola 25.04.2008, 13.43 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Husten? Bei uns nicht!
Bei uns haben Husten und Bronchitis keine Chance. Mit einem simplen Hausmittel habe ich ihnen auch diesmal wieder den Kampf angesagt. Sehr wirkungsvoll - ich möchte fast behaupten, bei Atemwegserkrankungen das wirkungsvollste Hausmittel überhaupt:
Man nehme einen schwarzen Rettich, schneide an der Krautseite einen Deckel ab, höhe ihn aus und schneide an der Wurzelseite ein kleines Loch hinein. Dann setze man ihn mit dem Loch nach unten auf ein Glas.

Der Inhalt des Rettichs wird fein im Mixer zerkleinert. Dann mische man ihn 1 : 1 mit Rohrzucker.

Die Masse fülle man dann wieder in den Rettich zurück. Zuerst wird nur die Hälfte hinein passen. Schon nach ein paar Minuten beginnt der Sirup ins Glas zu tropfen. Die Masse fällt in sich zusammen und man kann nach und nach den Rest auffüllen.

Aus einem mittelgroßen schwarzen Rettich erhält man ungefähr ein Wasserglas voll Sirup. Diesen fülle man ihn eine kleine Flasche oder ein Glas.

Ich persönlich bevorzuge das Abfüllen in mehrere kleine Gefäße. Eines steht in der Küche und wird momentan im Vorbeigehen von den Männern des Hauses geleert. Für einen Erwachsenen rechne man 3 x täglich 1 - 2 Esslöffel. Für ein Kind auch, es sei denn, es gibt sich auch ohne Wutanfall mit 1 - 2 Teelöffeln 3 x täglich zufrieden.
Die anderen beiden Flaschen lagere ich derweil im Kühlschrank. Allerdings wird die gesamte Menge innerhalb einer Woche aufgebraucht. Man kann den Sirup zwar einige Wochen lagern. Ich bereite ihn aber je nach Bedarf frisch zu, da somit die wertvollen Inhaltsstoffe des Rettichs nicht verloren gehen.
Carola 06.01.2008, 14.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL






