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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Farbtopf
Inspiriert ...

Ach, eigentlich war sie für Wollmischungen gedacht. Aber was soll ich sagen ... Ich kann sie nicht hergeben. Ich musste sie einfach anspinnen. Ja, und ich werde sie pur lassen, nur mit sich selbst verzwirnen. Und dann wird sie in meinen Stick- und Webgarn-Fundus übergehen, denn so hinreißend lebhafte Farben bekommt man nicht zu kaufen ...
Ach ja, wer mich inspirierte? Nein, nicht der Mann am Klavier, sondern der Mann an der Gitarre. Gustavo Montesano. Einfach traumhaft, die "Moonlight Rumba" ...

Carola 03.10.2009, 17.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Farbträume - Traumfarbe II.
Alle Bahnen sind trocken, werden gebügelt und nun damit weiterbearbeitet:

Ich liebe diese alten indischen Holzstempel, habe inzwischen eine beachtliche Sammlung zusammengetragen. Mit Stoffmalfarbe in Lila und Bronze habe ich nun den Hauch von Stoff bedruckt:

Dieser muss nun von der Rückseite gebügelt werden, um die Farbe zu fixieren.
Fortsetzung folgt ...
Carola 09.05.2009, 10.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Farbträume - Traumfarbe
Das stechende Getier fliegt wieder und die Kinderbetten müssen dringend mit Mückennetzen versehen werden. Die, die man fertig kaufen kann, gefallen mir nicht. Deshalb habe ich die Ärmel hochgekrempelt und die Farbtöpfe bemüht.
15 m x 1,40 m Baumwollgaze sollten reichen. Aufgeteilt in 7 Bahnen und in den Färbetopf geworfen:

Gefärbt wurde mit Batikfarben.
1. Färbung "Arktis"
2. Färbung "Taubenblau"
3. Färbung "Lavendel"
Ich habe weniger Wasser genommen als angegeben, damit der Stoff nicht drin schwimmt, sondern nur zu 2/3 drin liegt. Außerdem wurde er richtig geknüllt, so dass er stellenweise mehr, weniger oder gar keine Farbe annahm.
Die 1. Farbe wurde aufgelöst, der Stoff eingelegt, einmal komplett untergetaucht und dann nicht mehr bewegt. Nach einer Stunde bei 60 Grad habe ich den Stoff rausgenommen, die zweite Farbe eingerührt, die Bahnen neu geknüllt und wieder eingelegt. Selbiges dann auch mit der 3. Farbe. Das Wasser habe ich nicht gewechselt, weil nach jeweils einer Stunde die vorherige Farbe komplett verbraucht und in den Stoff gezogen war.
Nach dem Färben wurde der Stoff gründlich gespült und kam nochmal für eine halbe Stunde in den Topf, in dem ich 20 Liter Wasser mit Fixiermittel angesetzt hatte. Nach der Behandlung ist er bei 40 Grad waschbar.
Fortsetzung folgt ...
Carola 08.05.2009, 10.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
SeaCell / Sojafaser im Test
Gabi machte mich neugierig. Einem Paket lag eine Probe vom Seacell-Kammzug bei, der mein Interesse weckte. Umgehend wurde er einem Spinn- und Färbevergleich mit Sojafaser-Kammzug unterzogen:

links: Sojafaser, rechts: SeaCell
jeweils 3 g
Nochmals 3 g pro Sorte färbte ich in der Reihenfolge: Gelborange, Hellrot, Braun (Säurefarben). Die Sojafaser nahm die Farben sofort und intensiv an. Beim SeaCell sah es erst auch danach aus, aber sie hatten sich nur "daraufgelegt" und waren nach dem Waschen fast komplett wieder verschwunden:

links: Sojafaser, rechts: SeaCell
Seltsamerweise hatte sich bei beiden Strängen das kräftige Braun als Lilaton eingefärbt.
Verzwirnt habe ich das ganze mit dem Naturton der jeweils anderen Sorte. Also gefärbte Sojafaser mit SeaCell ungefärbt, gefärbtes SeaCell mit Sojafaser ungefärbt. Die Proben habe ich in einem Stück verstrickt:

Oben bis Mitte: Soja gefärbt/SeaCell natur
Mitte bis unten: SeaCell gefärbt/Soja natur
Das Ergebnis ist für mich noch nicht so optimal, da relativ schwer im Fall und von der Beschaffenheit für mein Empfinden etwas sperrig. Der Glanz ist schön ... Wahrscheinlich werde ich SeaCell mal in der Kombination mit sehr weicher Wolle (evtl. gefärbt) probieren.
Carola 05.01.2009, 14.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Gesponnen ... gefärbt ... fertig!
Erkenntnis der letzten Woche: Schmutzig-grau-beiges Alpaka wird auch nach der hundertsten Wäsche nicht weiss oder zumindest akzeptabel naturfarben. Schade. Denn eigentlich wollte ich es gar nicht färben. Aber egal, ich habe mich dann doch dazu entschlossen ...

... und habe 15 verschiedene Rot- und Violett-Töne im Färbetopf vereint. Was soll ich sagen ... Ich bin begeistert! Leuchtend orientalisch irgendwie. Kuschelweich, flauschig aufgeblüht, vollkommen entschmutzt und bereit zur Weiterverarbeitung.
Carola 10.11.2008, 10.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Restarbeiten und Vorfreude
In den letzten Tagen wurden nochmal fleissig Farbtöpfe und Spinnrad bemüht. Lacegarne in 400-Gramm-Strängen und Kammzüge sind inzwischen trocken. Auch das Maulbeerseiden-Babyangora-Gemisch ist inzwischen fertig und abgehaspelt.

Merino-Tussahseiden-Mischung mit super schönem Glanz


400-Gramm-Stränge in 70 % Merino und 30 % Glanzacryl

Und hier mein Schätzchen: handgefärbte Maulbeerseide in Pastellfarben und Babyangora in Weiß, jeweils ein Faden handgesponnen und miteinander verzwirnt.
LL 480 Meter/100 g, Stranggewicht 144 Gramm.
So. Das war's dann erstmal. Färbeutensilien und Spinnräder sind weggeräumt. Ein paar Staubflusen, ein paar Unkrautberge im Garten und ein Berg Bügelwäsche warten noch auf Beseitigung. Und dann ...
Pause ... Urlaub ... Erholung
Carola 06.08.2008, 09.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
1000 Farben ...
... auf Wolle und Seide. Gabriele Breuer, die Autorin dieses Buches, hat den wunderbaren Färbe-Workshop bei Wollknoll geleitet. Und ich muss sagen, der Workshop hat alle Erwartungen weit übertroffen. So viele Ideen, wertvolle Tipps, grandiose Ergebnisse! Grundkenntnisse und Färbeerfahrung wurde vorausgesetzt, deshalb konnten wir gleich so richtig in die Vollen gehen.
Ich werde jetzt nicht gleich alles zeigen, was ich fabriziert habe. Das kommt so nach und nach, wenn die Sachen verarbeitet werden und Endergebnisse zu sehen sind. Hier vorerst zwei Fotos von meiner im Band gefärbten Maulbeerseide. Schon immer hat mich die in tausend Farben schillernde Seide auf dem Einband des Buches fasziniert. Sowas wollte ich auch machen! Mein Ergebnis:

Einmal in tiefen leuchtenden Farben und einmal in Pastell. Natürlich konnte ich nicht an mich halten und musste zuhause gleich eine Probe spinnen.

Es ist soooo schwierig, mit dem Glanz ein ordentliches Foto zu machen. Dieses Stück Ministrang, das auf dem Foto zu sehen ist, misst ganze 5 Zentimeter. Ich habe also superdünn gesponnen, das Ganze über Wasserdampf entspannt, damit es sich nicht mehr kräuselt, und werde es einfädig verstricken. Es hat die Stärke von Lacegarn oder noch dünner, vergleichbar mit Häkelgarn Nr. 10.
Nun werde ich noch mein Summertime-Projekt zu Ende bringen. Euch allen noch einen schönen Rest-Sonntag.
Carola 15.06.2008, 14.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Grün und blau
Schon gewusst ...
Für den Blaudruck wird der Stoff zuerst indigoblau eingefärbt. Zunächst wird er gelb, erst durch Sauerstoffzufuhr grün und schließlich blau. Früher mussten die Färber den Stoff schütteln und schlagen, damit er an allen Stellen gleichmäßig färbte. Daher stammt der Ausdruck "grün und blau schlagen".
Carola 21.05.2008, 08.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Noch mehr Farbe
So, meine letzte Cochenillefärbung ist dem Topf entsprungen. Ein Hammer-Magenta!
Auf dem Foto noch nicht ganz fertig. Die Farbe ist im Original noch um Einiges dunkler.
Auch auf diesem Foto erscheint sie heller.
Vorbeize mit Alaun, Weinstein und Weizenkleie.
Gefärbt mit einem Brei aus Cochenille und Weinstein.
Damit ist mein Dochtgarn erstmal aufgebraucht. Was nicht heißt, daß nicht noch jede Menge ungefärbtes zweifädiges Garn in den Startlöchern steht. Und ca. 1 kg Seide wartet auch noch auf besseres Aussehen. Aber das Jahr ist ja noch lang ...
Carola 12.09.2007, 16.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Cochenille extrem
Mal kurz ein Hallo aus der Färbeküche, von den Töpfen aufgeschaut und die Handschuhe ausgezogen:
Mich hat kurz vor Saisonende noch einmal die Färbewut gepackt. Und nachdem ich zu meiner Aussage, mit Läusen zu färben, den Kommentar bekam, das wäre schräg (obwohl die betreffende Dame sicher täglich ihren Mund mit ebensolchem Farbstoff bemalt), habe ich mich gleich noch einmal an Cochenillefärbungen gemacht.
Erste Ergebnisse:
Vorbeize mit Alaun und Eisenvitriol
links 1. Färbung, rechts 2. Färbung im gleichen Farbbad
Cochenille über Nacht in Wasser eingeweicht
Vorbeize mit Alaun und Weinstein
rechts 1. Färbung, links 2. Färbung im gleichen Farbbad
Cochenille über Nacht zusammen mit Weinstein in Wasser eingeweicht
Momentan liegt noch Wolle im Beizbad mit Alaun, Weinstein und Weizenkleie. Die Cochenille wird eingeweicht mit Weinsteinsäure. Zu erwarten ist ein tiefes Magenta. Schauen wir mal ...
Carola 11.09.2007, 12.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL










