Rad der Zeit
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Lecker und nützlich

Wir lieben Honig. In verschiedenen Geschmacksrichtungen, in verschiedenen Konsistenzen und für verschiedenen Zwecke.

In der Sauna zum Beispiel macht er die Haut ganz weich und zart.

Für Fisch mit Honigkruste würden wir meilenweit laufen.

Und am Wochenende zum Frühstück gehört er sowieso auf den Tisch.



Hier mal ein Blick auf meine Honigvorräte. Gebirgshonig, Erica-Heidehonig und Edelkastanienhonig sind eher kräftig und etwas herber im Geschmack, der Lavendelblütenhonig ist sehr mild. Keiner ist mit dem anderen zu vergleichen, sie schmecken völlig verschieden. Alle sind super lecker und mein persönlicher Favorit ist der Erica-Heidehonig.



Übrigens:
Isst man Honig aus der Region, in der man wohnt, desensibilisiert das gegen die in dem Gebiet vorkommenden Pollen. Dadurch wirkt dieser Honig als natürliches Heilmittel gegen Heuschnupfen.

Und:
Honig wirkt beruhigend, antimykotisch, antibakteriell und ausgleichend auf Säureansammlungen im Körper (aufgrund seines hohen Kaliumgehaltes). In Kombination mit Apfelessig erhält man ein Mittel, das der Wiederherstellung des persönlichen Gleichgewichts dient. Und Honig bindet Kalzium im Körper. Alles in allem ein kleiner Schatz, den uns die Bienen da bescheren.




Carola 04.03.2007, 11.36 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kulinarisches

Rote Hölzer oder Wie Brasilien zu seinem Namen kam

Aufgrund (wieder mal) mangelnden Schlafes und eines kränkelnden Kindes fühle ich mich heute recht müde und zerschlagen. Deshalb ist mir einfach mal "rot" zumute. Heißt, ich brauche um mich etwas, das mich aufmuntert, das Wärme verbreitet und gute Laune macht. Deshalb habe ich beschlossen (wenn auch nicht unbedingt zur Jahreszeit passend), in meinem Färbe-Fundus zu wühlen. Mal sehen, was sich so ergibt ...



Ich färbe sehr gern mit Naturfarben. Schon das Sammeln im Wald und auf Wiesen ist ungeheuer entspannend. Pflanzen, die nicht wild wachsen, habe ich im Garten angesiedelt. Und Einjährige ziehe ich auf der Terrasse in Töpfen. Und was in hiesigen Regionen gar nicht wachsen will, das kaufe ich dann eben getrocknet.



So wie Rotholz zum Beispiel. Das Rotholz gehört zu den ältesten bekannten Färbehölzern. Lange vor der Entdeckung Amerikas kam es aus Ostindien über die Seidenstraße nach Europa und war als Brasilholz (Caesalpinia brasiliensis) bekannt. Um 1150 berichtet der Spanier Kimichi von Farbhölzern mit dem Namen "Bresil" oder "Brasil", der von "braza" - der Feuerglut abgeleitet wurde.



Ich finde das Färben mit Naturstoffen unheimlich spannend und sehr vielseitig. Der einzige Nachteil ist für mich die unterschiedliche Lichtechtheit der einzelnen Farben. Das heißt, ich würde kein Kleidungsstück anfertigen aus Wolle oder Stoffen, die mit verschiedenen Naturmaterialien gefärbt wurden. Während zum Beispiel echter Indigo eine Lichtechtheit von 6 - 7 besitzt, bringt es Cochenille nur auf 4 - 5,5. Was wiederum immer noch weit höher liegt als die Lichtechtheit von Zwiebelschalen.

Keine Frage, eine Zwiebelschalenfärbung sieht traumhaft schön aus. Und ich würde jederzeit verschiedene Nuancen miteinander verarbeiten, die nach und nach gleich stark verblassen. Aber was nützt das schönste Kleidungsstück, wenn eine Farbe relativ schnell verblasst, die andere viel länger ihre Intensität behält und man nicht nachfärben kann?



Soviel heute zum Thema "Rot". Ich bin dann mal weg und wühle ein bißchen in den Farbvorräten und -töpfen.

Ach ja, da fällt mir gerade ein: Ich wollte mich ja schon lange mal eingehender mit dem Thema "Batik" beschäftigen ...

(Fotos: www.pixelquelle.de)

Carola 02.03.2007, 08.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Farbtopf

Taufquilt Block 8: Blätterwald

Kein anderer Block war bisher soooo langwierig, langweilig, ermüdend, eintönig ... wie dieser:



Blätterwald

Endlos zogen sich die Umrandungen dahin und kosteten Unmengen von Zeit. Aber nun ist er "überstanden" und der nächste ist dafür um so abwechslungsreicher (wenn auch nicht weniger arbeitsaufwändig).

Carola 01.03.2007, 09.19 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Textilatelier

Documenta XII

Am 16.06.07 öffnet die Documenta XII in Kassel ihre Tore. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und wir freuen uns schon sehr darauf.

Gespannt sein darf man sicher, welche Künstler diesmal ins Fettnäpfchen der Bevölkerung treten. Bei der Dokumenta X konnte man z.B. verrostete Gleise am Bahnhof in vollem Unkrautschmuck bewundern - nicht als Schlamperei der Bahn, sondern als Werk des Österreichers Lois Weinberger namens "spontaneous vegetations. Er ließ Asphalt aufreißen und bepflanzte es mit Unkraut (hier zu sehen). Und so gar nicht lustig fanden wohl die Bewohner von Kassel die aufgestellten Automaten, aus denen sich jeder kleine Tütchen mit Unkrautsamen ziehen konnte. Was damit passierte, muss man sicher nicht extra erwähnen.

Ganz schön gewagt. Dabei ist der Gedanke dieser Aktion gar nicht so abwegig. Warum ist Unkraut Unkraut? Und wer kann sich anmaßen, es als solches einzuordnen? Es wächst unerwünschterweise überall dort, wo der Mensch die Natur in die Knie gezwungen hat. Man könnte ja auch auf die Idee kommen, ganz kühn eine Parallele von der Pflanzen- zur Menschenwelt zu ziehen. Was wären dann demzufolge Afrikaner, die in Europa leben? Also nur mal als Beispiel. Und als Gedanke, den weiterzudenken es sich lohnen würde, bevor man urteilt oder verurteilt.

Wir werden auf jeden Fall öfter nach Kassel fahren. Schon jetzt sind alle Hotels für die Zeit der Documenta ausgebucht. Ich kann mir gut vorstellen, daß es viele Leute gibt, die einen Teil ihres Urlaubs darauf verwenden, sich von 100 Künstlern inspirieren, erfreuen, schockieren, erstaunen und zum Nachdenken anregen zu lassen. Es wird sicher spannend.

Und wer mehr Informationen über die Documenta XII sucht, wird hier fündig.


Carola 26.02.2007, 10.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Regionales

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