Rad der Zeit
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Was die Woche brachte

Diese Woche endet bei uns mit einem Stoßgebet für die nächste Woche:
Bitte nicht schon wieder!

Warum? Im letzten Jahr hatte ich noch kurz vor knapp Clemens' Faschingskostüm - die Uniform für den Feuerwehrmann - ergattert, nur um es letzten Endes in den Schrank hängen zu müssen, wo es heute noch hängt. Er wurde so krank, dass er das Bett hüten musste, anstatt im Kindergarten mit seinen Kumpels zu feiern.

In diesem Jahr bahnt sich dasselbe Drama an: ein Magen-Darm-Virus hat ihn aus den Latschen gekippt und ich hoffe inständig, dass das Löwenkostüm, das er sich so sehr gewünscht hat, nicht auch ungetragen im Schrank verschwindet. Im Moment sieht es eher nicht so aus, als wäre uns das Glück noch hold. Nun ja, abwarten und Tee trinken.

Was gab es sonst noch diese Woche? Ach ja, die Idee, den Club der blauen Hintern zu gründen. Denn ob es einem auf einer eisglatten Treppe die Beine wegreißt oder man auf einer Monster-Rutsche den Freiflug übt und auf dem Steiß landet - das Ergebnis ist immer bunt und der Schmerz sehr nachhaltig. Stimmts, Yvonne?

So, und um den Frühling aus seinem Versteck zu locken, werde ich heute die Samen der Engelstrompeten in Wasser legen und sie morgen zum Keimen ins Töpfchen legen. Vielleicht gibt es ja auch draußen bald die ersten Farbtupfer, obwohl es momentan eher nicht danach aussieht.



Allen Blogbesuchern wünsche ich ein schönes Wochenende.

Carola 13.02.2010, 12.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

Sweet little things

Ab und zu zwischendurch: Zeit für ein bißchen Mini-Patchwork.

Manche Dinge in meiner Werkstatt sind Herdentiere: Maßbänder, Scheren, Nadelkissen. Letzere brauche ich am Zuschneidetisch, an den Nähmaschinen, am Bügelbrett. Ein Einziges würde für hunderte von Steck- und Appli-Nadeln auch nicht reichen. Das kürzlich Entstandene kommt ein wenig orientalisch daher:



Und wieder der Griff zu den Batikstoffen. Sie sind einfach so schön farbenfroh und ich suggeriere damit dem Winter, dass es Zeit ist, den Krokussen und Tulpen Platz zu machen, die ich im Herbst zu hunderten gesteckt habe.

Carola 12.02.2010, 10.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Textilatelier

Kissenparade V - Das Zwergenkissen

Vor einiger Zeit schwächelte eine meiner Nähmaschinen. So begab es sich, dass ich mich mit Kind und Maschine über schneeglatte Straßen durch den Winterwald quälte, um zur Werkstatt meines Vertrauens zu fahren. Natürlich steht eine Stunde Fahrt in keinem Verhältnis zum 5minütigen Abgeben der Maschine nebst Erklärung des Problems. Also ließ ich mich dazu hinreißen, bei der Gelegenheit gleich mal das Stickmodul für die Bernina Aurora 440 QE zu probieren.

Clemens als großer Fan von allem, was einen elektrischen Antrieb besitzt, wollte unbedingt mitmachen, wühlte in der Garnkiste, suchte Farben aus, auch das Motiv, wollte seinen Namen geschrieben haben und beobachtet fasziniert die Maschine bei der Arbeit.



Er durfte das Mustertuch mitnehmen und hütet es seitdem wie ein Heiligtum. Da man aber so einen Lappen schlecht kuscheln kann, lautete sein Auftrag schließlich:
"Mama, mach ein Kissen draus!"
Also bitte schön: Schnell genäht, heiß und innig geliebt, überall mit hingeschleppt.



Carola 10.02.2010, 16.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Textilatelier

Chaos mit System

Mein Chaos hat System. Und ich kann Unordnung nicht leiden. Also kann ich dem Eigenleben der Garnrollen nichts abgewinnen. Die Biester sind nie dort, wo sie sein sollen. Und sie leben gern in kleinen Grüppchen: im Nähkasten, auf dem Zuschneidetisch, hinter der Nähmaschine, hinter der anderen Nähmaschine, auf dem Bügelbrett. Deshalb kaufe ich gern mal Farben, die ich eigentlich schon habe, die sich aber gerade meinem suchenden Blick entziehen.

Ordnung musste her. In Kisten dröseln Garnrollen immer auf und verheddern sich. Außerdem ist die, die ich brauche, garantiert immer ganz unten. So ein praktisches Brett mit vielen Nägeln zum Aufstecken der Rollen ist in Ermangelung freier Wandfläche auch nix für mich.

Also habe ich mich gestern mit alten Wollkonen, Schaschlikspießen und Heißkleber bewaffnet und ein bißchen gebastelt. Nun stehen sie auf dem Fensterbrett, griffbereit direkt bei den Nähmaschinen:



meine neuen Garnrollehalter.

Carola 09.02.2010, 16.03 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Textilatelier

Nützliche Helfer - Der Gypsy Gripper

Zugegeben, bei mir ist das Problem ein bißchen brisanter, weil ich öfter mal rheumatisch entzündete Finger- und Handgelenke habe, die beim krampfhaften Festhalten von Schablonen und Schneidelinealen sehr schmerzen. Aber im Grunde kennt es fast jeder, der damit arbeitet: bestenfalls erfordert es auf Dauer einigen Kraftaufwand, das Lineal an seiner Position zu halten. Schlimmstenfalls verrutscht es beim Schneiden.



Ich bin nun überaus glückliche Besitzerin und begeisterte Nutzerin zweier nützlicher Helferchen: dem Gypsy Gripper und dem Little Gypsy Gripper.



Gut, Clemens und ich mussten uns erst einmal darauf einigen, dass es sich bei dem Großen nicht um einen Telefonhörer handelt, man ihn nicht zum Spielen benutzt und er auch keinesfalls im Kinderzimmer verschwindet.



Also: einfach auflegen, festnapfen und losarbeiten. Manche Dinge sind so simpel wie genial.



Der Kleine ist prima für kleinere Lineale und Schablonen.



Eine feine Sache und eine Wohltat für meine Hände.

Carola 08.02.2010, 19.10 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Textilatelier

Was die Woche brachte

Eine durch und durch bunte Woche im kalten, nebligen Februar-Grau



Neben Farbkleckseleien brachte die Woche die Frage, ob ich verrückt bin, nur weil ich darüber nachsinne, ob das Stricken, Häkeln oder Filzen von Tapeten vielleicht eine Marktlücke ist (nicht, dass ich vorhätte, es zu tun). Interessanterweise stellte die Frage nach meinem Geisteszustand gerade die Frau, die sich mit dem Stricken von Geschirr beschäftigt:



Euch allen ein schönes, kuschelig-warmes Wochenende.



Carola 06.02.2010, 09.17 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

Die Großen

Heute mal ein Blick auf meine privaten Zwischendurch-Projekte, die immer dann wachsen, wenn mein Hintern mit der Couch verschmilzt und ich mit hochgelegten Beinen der Entstehung von Krampfader vorbeuge (oder mir das zumindest einbilde).

Nr. 1: Die Kuscheldecke
fertige Maße ca. 1,50 x 2,00 m
Material: irische Schafwolle "Cara Báinín" und Noro Blossom Nr. 8



Nr. 2: Die Jungs-Zimmer-Meeresgrund-Tagesdecke
fertige Maße ca. 1,50 x 2,00 m
Material: Catania



Nr. 3: Quilt "Grandmothers Flower Garden"
fertige Maße ca. 2,00 x 2,50 m
wird von Hand genäht und später auch handgequiltet
Material: vorbildlich aus vorhandenem Fundus,
Stoff für die Zwischenfelder und die Rückseite muss allerdings dazugekauft werden.



Wie man sieht, habe ich Woll- und Stoffbergen ernsthaft den Kampf angesagt. Wenn ich allerdings in den Kleiderschrank schaue, herrscht dort inzwischen gähnende Leere. Na gut, so schlimm ist es nicht, aber ein paar Kubikzentimeter Luft sind da schon. Das gibt Kältebrücken und beeinträchtigt die Dämmung des Hauses. Ich werde also weiter daran arbeiten, Wolle und Stoffe gleichmäßig und in möglichst verarbeiteter Form im Haus zu verteilen.

Carola 03.02.2010, 12.12 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wollwerkstatt

Rad der Zeit
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