





Hier lese ich mit:
Abyquilt
Angela
Anna Maria Horner
Attic 24
Boridesign
Brooklyntweed
Casa di Falcone
Cat und Kascha
Dijanne Cevaal
Filz-T-Raum
Gailpan Designs
Green apples
Heikes Schneiderprospekt
Homework
Karen Ruane
Leannes House
Lovefibre
Luzia Pimpinella
Lynette Anderson
Marie Labarelle
Mias Landliv
Million Little Stitches
Nahtzugabe
Phytofit
Red 2 White
Rosa P.
Scrappy Angel Quilts
Seelenruhig
Serendipity
sheep and no city
Shibori girl
Sonnenschein Evelyne
Spirit cloth
Stricknetz Blogs
Sylicious
Things and ideas
Thrifty knitter
Twins Garden
Twist collective
Wollaholik
Wollerey
Wolle-Lust
Wundermasche
Zorra im Wald

in Tagen: 1425
Verständigungsprobleme - die Zweite
Nachdem mein Mann nun inzwischen weiß, was sächsische Eierschecke ist, und diese auch für lecker befunden hat, fiel mir gestern beim Kochen ein weiteres Ausdruck ein, den es wohl nur in Sachsen oder den neuen Bundesländern gibt. Auch mit dem hatten wir so unsere Probleme, als wir neu hier in Hessen waren.
Es handelt sich um ein Lieblingsgericht meiner Kinder und wurde mir in meiner Kindheit kurz und schmerzlos als "tote Oma" vorgestellt. Ich wette, jeder sächsische Mittdreißiger wird wissen, worum es sich handelt.
Nun wohnten wir schon einige Wochen in Hessen und von meinen Kindern wurde die Bitte an mich herangetragen, doch endlich wieder mal "tote Oma" auf den Tisch zu bringen. Also gingen wir los, frohen Mutes, daß man an der Fleischtheke schon wissen wird, was wir meinen. Natürlich war mir klar, daß ich keine "tote Oma" verlangen kann. Also versuchte ich es so: "Guten Tag. Ich hätte gern ein Pfund Grützwurst." Verständnisloser Blick. "Ähm ... na, diese Wurst, die in der Pfanne beim Braten zerläuft ..." Schulterzucken. Tuscheln unter den Verkäuferinnen. Man hatte mich als "Ausländer" entlarvt und rätselte, welch abartige Dinge wir wohl essen. Ich kam mir ein wenig vor wie beim Gesellschaftsspiel "Tabu". Beschreiben Sie einen Begriff, ohne bestimmte Worte zu benutzen ...
Immer noch wusste man nicht, was wir wollten. Da tönte es von schräg unten "Na, tote Oma!" So. Jetzt waren wir nicht nur "Ausländer", jetzt waren wir auch noch "Wilde". Mißtrauen. Man weiß ja nie, was die sonst noch so essen. Irgendwann erschien eine dicke ältere Dame, wohl die Chefin, und meinte gelassen: "Ach so! Weckewerk!"
Nun ja, seitdem mögen die Kinder Weckewerk und nennen es heimlich "tote Oma", obwohl es nicht ganz das Gleiche ist. Und ich habe jetzt etwas, das ich anstandslos an der Fleischtheke verlangen kann.
Man muss sich aber auch nicht so anstellen! Für mich war eigentlich klar: Wer Ahle Wurscht isst, der kennt auch "tote Oma".
Es handelt sich um ein Lieblingsgericht meiner Kinder und wurde mir in meiner Kindheit kurz und schmerzlos als "tote Oma" vorgestellt. Ich wette, jeder sächsische Mittdreißiger wird wissen, worum es sich handelt.
Nun wohnten wir schon einige Wochen in Hessen und von meinen Kindern wurde die Bitte an mich herangetragen, doch endlich wieder mal "tote Oma" auf den Tisch zu bringen. Also gingen wir los, frohen Mutes, daß man an der Fleischtheke schon wissen wird, was wir meinen. Natürlich war mir klar, daß ich keine "tote Oma" verlangen kann. Also versuchte ich es so: "Guten Tag. Ich hätte gern ein Pfund Grützwurst." Verständnisloser Blick. "Ähm ... na, diese Wurst, die in der Pfanne beim Braten zerläuft ..." Schulterzucken. Tuscheln unter den Verkäuferinnen. Man hatte mich als "Ausländer" entlarvt und rätselte, welch abartige Dinge wir wohl essen. Ich kam mir ein wenig vor wie beim Gesellschaftsspiel "Tabu". Beschreiben Sie einen Begriff, ohne bestimmte Worte zu benutzen ...
Immer noch wusste man nicht, was wir wollten. Da tönte es von schräg unten "Na, tote Oma!" So. Jetzt waren wir nicht nur "Ausländer", jetzt waren wir auch noch "Wilde". Mißtrauen. Man weiß ja nie, was die sonst noch so essen. Irgendwann erschien eine dicke ältere Dame, wohl die Chefin, und meinte gelassen: "Ach so! Weckewerk!"
Nun ja, seitdem mögen die Kinder Weckewerk und nennen es heimlich "tote Oma", obwohl es nicht ganz das Gleiche ist. Und ich habe jetzt etwas, das ich anstandslos an der Fleischtheke verlangen kann.
Man muss sich aber auch nicht so anstellen! Für mich war eigentlich klar: Wer Ahle Wurscht isst, der kennt auch "tote Oma".
Carola 18.02.2007, 11.44 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke
Blau machen
Nur in Deutschland "macht jemand blau", wenn er nicht zur Arbeit geht. Und auch nur in Deutschland sind Betrunkene "blau". Warum?
Diese Redewendungen haben ihren Ursprung in der Blaufärberei. Um den Farbstoff Indigo aus den Waidblättern zu lösen, bedurfte es einer chemisch einzigartigen Flüssigkeit: menschlichem Urin. In die Sonne gestellt, beginn die Urin-Waid-Brühe zu gären und dabei entsteht Alkohol. Dieser Vorgang war im Mittelalter noch nicht erklärbar, aber man wusste, daß sich die Gärung verstärkt und man mehr Farbstoff gewinnt, wenn man Alkohol zusetzt. Da dieser aber zu schade war, um ihn einfach so in die Brühe zu kippen, wurde er auf Umwegen zugeführt. Heißt, er wurde vorher getrunken. In alten Rezepten ist zu lesen, daß die Farbe besonders gut wird mit dem Urin von Männern, die zuvor möglichst viel Alkohol getrunken haben.
Vom Gestank abgesehen war die Blaufärberei eine recht angenehme Tätigkeit. Die Färber arbeiteten bei schönem Wetter im Freien und es wurde reichlich getrunken. Wenn die Männer dann betrunken in der Sonne lagen, wusste man, die machen blau. Und wer Blau machte, der war natürlich auch blau.

Blau gilt als kälteste Farbe. Aber auch als göttlich. Blau wirkt fern und unendlich. Und Blau ist Umfragen zufolge die Lieblingsfarbe von fast der Hälfte aller Menschen.

Blau ist nicht gleich Blau. Da gibt es
Graublau, Ozeanblau, Zwetschgenblau, Yves-Klein-Blau, Orientblau, Glockenblumenblau, Gletscherblau, Opalblau, Xenonblau, Wolkenblau, Wedgewoodblau, Nebelblau, Neonblau, Gewitterblau, Frostblau, Frittenblau, Fayenceblau, Nachtblau, Mitternachtsblau, Mittelblau, Wasserblau, Waschblau,
Violettblau, Metallicblau, Meerblau, Europablau, Enzianblau, Ägyptischblau, Grünblau, Pariserblau, Pastellblau, Heidelbeerblau, Ätherblau, Aquamarinblau, Heliogenblau, Petrolblau ...

... Augenblau, Azurblau, Babyblau, Himmelblau, Pfauenblau, Pflaumenblau, Phthaloblau, Hyazinthenblau, Indanthrenblau, Indigo, Bayrischblau, Bergblau, Irisblau, Pilotenblau, Porzellanblau, Preußischblau, Bergblau, Blassblau, Jeansblau, Karibikblau, Primärblau, Rauchblau, Ritterspornblau, Saphirblau, Knallblau, Kobalttürkis, Blaugrün, Blauviolett, Bleu, Kobaltblau, Königsblau, Elektrischblau, Eisenblau, Eisblau, Brillantblau, Brombeerfarben, Bübchenblau, Chagallblau, Clematisblau,Vermeerblau, Schwarzblau, Sèvresblau, Smalteblau, Kopenhagenerblau, Kornblumenblau, Kosmosblau,Coelinblau, Curacaoblau, Cyan, Delfterblau, Disneyblau, Echtblau, Vermeerblau, Verkehrsblau, Vergissmeinnichtblau, Veilchenblau,Mattblau, Marineblau, Lagunenblau, Lapislazuliblau, Urblau, Universalblau ...

... Lasurblau, Lavendelblau, Stahlblau, Taubenblau, Lichtblau, Uniformblau, Türkis, Ultramarin, Lufthansablau, Madonnenblau, Manganblau, Tiefblau, Tintenblau ...
Alles in Allem jede Menge Blau für kreative Köpfe.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und macht mal wieder Blau. Das sollte sich bei dem azurblauen Himmel lohnen ...
Diese Redewendungen haben ihren Ursprung in der Blaufärberei. Um den Farbstoff Indigo aus den Waidblättern zu lösen, bedurfte es einer chemisch einzigartigen Flüssigkeit: menschlichem Urin. In die Sonne gestellt, beginn die Urin-Waid-Brühe zu gären und dabei entsteht Alkohol. Dieser Vorgang war im Mittelalter noch nicht erklärbar, aber man wusste, daß sich die Gärung verstärkt und man mehr Farbstoff gewinnt, wenn man Alkohol zusetzt. Da dieser aber zu schade war, um ihn einfach so in die Brühe zu kippen, wurde er auf Umwegen zugeführt. Heißt, er wurde vorher getrunken. In alten Rezepten ist zu lesen, daß die Farbe besonders gut wird mit dem Urin von Männern, die zuvor möglichst viel Alkohol getrunken haben.
Vom Gestank abgesehen war die Blaufärberei eine recht angenehme Tätigkeit. Die Färber arbeiteten bei schönem Wetter im Freien und es wurde reichlich getrunken. Wenn die Männer dann betrunken in der Sonne lagen, wusste man, die machen blau. Und wer Blau machte, der war natürlich auch blau.

Blau gilt als kälteste Farbe. Aber auch als göttlich. Blau wirkt fern und unendlich. Und Blau ist Umfragen zufolge die Lieblingsfarbe von fast der Hälfte aller Menschen.

Blau ist nicht gleich Blau. Da gibt es
Graublau, Ozeanblau, Zwetschgenblau, Yves-Klein-Blau, Orientblau, Glockenblumenblau, Gletscherblau, Opalblau, Xenonblau, Wolkenblau, Wedgewoodblau, Nebelblau, Neonblau, Gewitterblau, Frostblau, Frittenblau, Fayenceblau, Nachtblau, Mitternachtsblau, Mittelblau, Wasserblau, Waschblau,
Violettblau, Metallicblau, Meerblau, Europablau, Enzianblau, Ägyptischblau, Grünblau, Pariserblau, Pastellblau, Heidelbeerblau, Ätherblau, Aquamarinblau, Heliogenblau, Petrolblau ...

... Augenblau, Azurblau, Babyblau, Himmelblau, Pfauenblau, Pflaumenblau, Phthaloblau, Hyazinthenblau, Indanthrenblau, Indigo, Bayrischblau, Bergblau, Irisblau, Pilotenblau, Porzellanblau, Preußischblau, Bergblau, Blassblau, Jeansblau, Karibikblau, Primärblau, Rauchblau, Ritterspornblau, Saphirblau, Knallblau, Kobalttürkis, Blaugrün, Blauviolett, Bleu, Kobaltblau, Königsblau, Elektrischblau, Eisenblau, Eisblau, Brillantblau, Brombeerfarben, Bübchenblau, Chagallblau, Clematisblau,Vermeerblau, Schwarzblau, Sèvresblau, Smalteblau, Kopenhagenerblau, Kornblumenblau, Kosmosblau,Coelinblau, Curacaoblau, Cyan, Delfterblau, Disneyblau, Echtblau, Vermeerblau, Verkehrsblau, Vergissmeinnichtblau, Veilchenblau,Mattblau, Marineblau, Lagunenblau, Lapislazuliblau, Urblau, Universalblau ...

... Lasurblau, Lavendelblau, Stahlblau, Taubenblau, Lichtblau, Uniformblau, Türkis, Ultramarin, Lufthansablau, Madonnenblau, Manganblau, Tiefblau, Tintenblau ...
Alles in Allem jede Menge Blau für kreative Köpfe.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und macht mal wieder Blau. Das sollte sich bei dem azurblauen Himmel lohnen ...
(Fotos: www.pixelquelle.de)
Carola 17.02.2007, 10.49 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Farbtopf
Alte und neue Meister

Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens -
des Künstlers Beruf!
(Robert Schumann)

Nur aus innig verbundenem Ernst und Spiel
kann wahre Kunst entspringen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Allen Besuchern meines Blogs wünsche ich eine wunderbare Woche voller Inspiration und Kreativität.
(Fotos: www.pixelquelle.de)
Carola 12.02.2007, 08.09 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke






