Rad der Zeit
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Traumatisch

Gestern früh hatte ich ein wirklich traumatisches Erlebnis. Da die Bio-Tonnen abgeholt wurden, wollte ich unsere an die Straße fahren. Dabei fiel mir etwas Nasses auf den Fuß.

Ich schaute nach und sah, daß es Herr Schleich war - die Blindschleiche, die in unserem Garten wohnt. Damit er nicht überfahren oder zertreten wird, wollte ich ihn in den Vorgarten befördern.

Nun ist mir zwar bekannt, daß Blindschleichen sich bei Gefahr von ihrem Hinterteil trennen können, gesehen habe ich sowas aber noch nicht. Ich dachte immer, wenn man eine daran festhält, zerteilt sie sich sozusagen und huscht davon.

Recht verdutzt war ich, als Herr Schleich sein Hinterteil einfach so abwarf. Ich hatte ihn in dem Moment gar nicht angefaßt. Einen gewaltigen Schreck bekam ich allerdings gleich darauf. Während sich nämlich Herr Schleich gemütlich in die Büsche schlug, tanzte sein Hinterteil wie ein wild gewordener Wurm über den Parkplatz.

Hat das schon mal jemand gesehen? Ist das vielleicht ein Ablenkungsmanöver? Während sich die vordere Hälfte in aller Seelenruhe aus dem Staub macht, hüpft die hintere Hälfte vor der Nase des Feindes herum und lenkt ihn ab?

Nach fünf Minuten bin ich dann ins Haus gegangen und habe die hüpfende und tanzende Hälfte allein gelassen. Brrrrr....

Sehr froh bin ich allerdings über die Tatsache, daß sich Herr Schleich ganz von allein wieder komplettiert. Auch wenn ich ihm nur helfen wollte, hätte ich doch ein schlechtes Gewissen gehabt, ihn kaputtgemacht zu haben.

Carola 15.08.2007, 12.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

Schön scharf: Pflaumen-Chutney

Ich habe in meiner Küche ein wenig gezaubert und aus der letzten Ernte des gefällten Pflaumenbaumes ein umwerfend leckeres, scharf-süß-fruchtiges Pflaumen-Chutney hergestellt.

1,5 - 2 kg Pflaumen
(im Backofen bei 200 °C ca. 20 min gegart, dann abgezogen und entkernt)

2 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlener Piment
2 TL gemahlene Gewürznelken
2 Lorbeerblätter
1 EL Tamarindenmark (ich habe es in getrockneter Form, das muss vorher eingeweicht und ausgedrückt werden)
Salz, Pfeffer

500 ml Apfelessig
500 g brauner Zucker

Das alles zusammen (auch den Saft, der beim Garen aus den Pflaumen gelaufen ist) in einen Topf geben. Dann:

250 g Tomaten
(gewürfelt)

500 g Äpfel
(geschält, entkernt, gewürfelt)

500 g Zwiebeln
(gehackt)

3 - 5 Knoblauchzehen, je nach Größe
(gehackt)

100 g frischer Ingwer
(geschält, fein gewürfelt)

5 getrocknete Chilischoten
(gehackt)

500 g Sultaninen

in der Küchenmaschine zu einer dicken Paste verarbeiten (Vorsicht! Der Zauberstab ist ungeeignet, der läuft heiß und ist damit überfordert).

Zu der Pflaumenmischung geben und mind. 2 Stunden (bei mir waren es 4) bei schwacher Hitze einkochen, bis der Essig verdampft ist und das Chutney die gewünschte Konsistenz hat. Umrühren nicht vergessen!

In heiß ausgespülte Gläser geben, heiß verschließen und "auf den Kopf stellen", bis die Mischung ein wenig abgekühlt ist. Am besten vor dem Verzehr einige Monate lagern, damit sich die Aromen richtig entfalten können.



Die Hütchen für die Gläser habe ich abends noch genäht. Übrigens, ich konnte nicht einige Monate warten, bevor ich das erste Glas geöffnet habe. Ein paar Löffel haben, gemischt mit Kokosmilch und Sahne, ihre Verwendung bei einem asiatischen Gericht gefunden und auch meinem Mann sehr gut geschmeckt, der eigentlich überhaupt nichts Obstiges isst.


Carola 12.08.2007, 13.34 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kulinarisches

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