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in Tagen: 1383
Ausgewählter Beitrag
Harmonie
Jeden Morgen aufs Neue, wenn ich mit Clemens und den Hunden unterwegs bin, bin ich froh und dankbar, nicht mehr in der Stadt leben zu müssen.

Ich genieße die Natur, den Wind um die Nase und freue mich über eine Besonderheit, die ich vorher so nie erlebt habe: Jeder, dem ich auf meinem Weg begegne, hat ein Lächeln und ein freundliches "Guten Morgen" übrig, egal, ob wir uns kennen oder nicht.
Immer wieder, wenn der Tag so schön anfängt, fällt mir eine sehr bewegende Rede ein, die gerahmt an der Wand meines Arbeitszimmers hängt. Es ist die Rede des Indianerhäuptlings Seattle, die dieser 1955 an Präsident Franklin Pearce gehalten hat, als der vorschlug, Land von den Stämmen zu kaufen:
Wie könnt ihr den Himmel kaufen oder verkaufen? Die Wärme des Landes? Diese Idee ist uns fremd. Wir besitzen die Frische der Luft und das Funkeln des Wassers nicht. Wie könnt ihr sie von uns kaufen?
Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig: jede glänzende Fichtennadel, jedes sandige Ufer, jeder Dunst in den dunklen Wäldern, jede Lichtung und jedes summende Insekt ist heilig in der Erinnerung und Erfahrung meines Volkes.
Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Wege nicht versteht. Ein Teil des Landes ist für ihn wie der andere, denn er ist ein Fremder, der in der Nacht kommt und vom Land nimmt, was auch immer er braucht. Die Erde ist nicht sein Bruder sondern sein Feind, und wenn er sie erobert hat, zieht er weiter ...
Seine Gier wird die Erde verschlingen und nur Wüste zurücklassen. Der Anblick eurer Städt tut den Augen weh ...
Es gibt keinen ruhigen Ort in den Städten des weißen Mannes. Keinen Platz, um das Wogen des Frühlings zu hören oder das Rascheln von Insektenflügeln ...
Und was ist das Leben, wenn man nicht den lieblichen Schrei der Nachtigall hören kann oder den Streit der Frösche um einen Teich in der Nacht?
Der Indianer zieht den weichen Klang des Windes vor, der über das Antlitz des Teiches streicht, und den Geruch des Windes selbst, gereinigt von einem Mittagsregen, oder nach der Pinienkiefer duftend. Die Luft ist dem roten Mann wertvoll, denn alle Dinge teilen denselben Atem, die Tiere, die Bäume, die Menschen.
Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken. Wie ein Mann, der viele Tage lang stirbt, ist er taub für den Geruch seines eigenen Gestankes ...
Ich habe Tausende verrottende Büffel auf den Prärien gesehen, die sie dort liegenließen, nachdem sie sie aus dem fahrenden Zug geschossen haben. Ich bin ein Wilder und verstehe nicht, wie das rauchende Eisenpferd wichtiger sein kann als der Büffel, den wir töten um zu leben.
Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wenn alle Tiere verschwunden wären, würden die Menschen an großer Einsamkeit des Geistes sterben, denn was auch immer den Tieren geschieht, geschieht auch dem Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden ...
Eine Sache wissen wir, die der weiße Mann eines Tages entdecken mag. Unser Gott ist derselbe Gott ...
Diese Erde ist wertvoll für ihn, und der Erde zu schaden, heißt Verachtung auf ihren Schöpfer zu laden ...
Wenn der letzte rote Mann von der Erde verschwunden ist und die Erinnerung nur der Schatten einer Wolke ist, die über die Prärie zieht,
werden an diesen Ufern und in diesen Wäldern immer noch die Geister meines Volkes wohnen. Denn sie lieben die Erde wie das Neugeborene den Herzschlag seiner Mutter liebt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch heute einen Tag voller Freundlichkeit und Dankbarkeit.
Ich genieße die Natur, den Wind um die Nase und freue mich über eine Besonderheit, die ich vorher so nie erlebt habe: Jeder, dem ich auf meinem Weg begegne, hat ein Lächeln und ein freundliches "Guten Morgen" übrig, egal, ob wir uns kennen oder nicht.
Immer wieder, wenn der Tag so schön anfängt, fällt mir eine sehr bewegende Rede ein, die gerahmt an der Wand meines Arbeitszimmers hängt. Es ist die Rede des Indianerhäuptlings Seattle, die dieser 1955 an Präsident Franklin Pearce gehalten hat, als der vorschlug, Land von den Stämmen zu kaufen:
Wie könnt ihr den Himmel kaufen oder verkaufen? Die Wärme des Landes? Diese Idee ist uns fremd. Wir besitzen die Frische der Luft und das Funkeln des Wassers nicht. Wie könnt ihr sie von uns kaufen?
Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig: jede glänzende Fichtennadel, jedes sandige Ufer, jeder Dunst in den dunklen Wäldern, jede Lichtung und jedes summende Insekt ist heilig in der Erinnerung und Erfahrung meines Volkes.
Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Wege nicht versteht. Ein Teil des Landes ist für ihn wie der andere, denn er ist ein Fremder, der in der Nacht kommt und vom Land nimmt, was auch immer er braucht. Die Erde ist nicht sein Bruder sondern sein Feind, und wenn er sie erobert hat, zieht er weiter ...
Seine Gier wird die Erde verschlingen und nur Wüste zurücklassen. Der Anblick eurer Städt tut den Augen weh ...
Es gibt keinen ruhigen Ort in den Städten des weißen Mannes. Keinen Platz, um das Wogen des Frühlings zu hören oder das Rascheln von Insektenflügeln ...
Und was ist das Leben, wenn man nicht den lieblichen Schrei der Nachtigall hören kann oder den Streit der Frösche um einen Teich in der Nacht?
Der Indianer zieht den weichen Klang des Windes vor, der über das Antlitz des Teiches streicht, und den Geruch des Windes selbst, gereinigt von einem Mittagsregen, oder nach der Pinienkiefer duftend. Die Luft ist dem roten Mann wertvoll, denn alle Dinge teilen denselben Atem, die Tiere, die Bäume, die Menschen.
Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken. Wie ein Mann, der viele Tage lang stirbt, ist er taub für den Geruch seines eigenen Gestankes ...
Ich habe Tausende verrottende Büffel auf den Prärien gesehen, die sie dort liegenließen, nachdem sie sie aus dem fahrenden Zug geschossen haben. Ich bin ein Wilder und verstehe nicht, wie das rauchende Eisenpferd wichtiger sein kann als der Büffel, den wir töten um zu leben.
Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wenn alle Tiere verschwunden wären, würden die Menschen an großer Einsamkeit des Geistes sterben, denn was auch immer den Tieren geschieht, geschieht auch dem Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden ...
Eine Sache wissen wir, die der weiße Mann eines Tages entdecken mag. Unser Gott ist derselbe Gott ...
Diese Erde ist wertvoll für ihn, und der Erde zu schaden, heißt Verachtung auf ihren Schöpfer zu laden ...
Wenn der letzte rote Mann von der Erde verschwunden ist und die Erinnerung nur der Schatten einer Wolke ist, die über die Prärie zieht,
werden an diesen Ufern und in diesen Wäldern immer noch die Geister meines Volkes wohnen. Denn sie lieben die Erde wie das Neugeborene den Herzschlag seiner Mutter liebt.
In diesem Sinne wünsche ich Euch heute einen Tag voller Freundlichkeit und Dankbarkeit.
Carola 01.02.2007, 10.35 TB | PL | einsortiert in: Regionales
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Kommentare zu diesem Beitrag
2.
von Sunsy
Herrlich - Harmonie - Natur und der Text
.... ohne Worte einfach wirken lassen....
glg, Sunsy
vom 01.02.2007, 23.20
Herrlich - Harmonie - Natur und der Text
.... ohne Worte einfach wirken lassen....glg, Sunsy
vom 01.02.2007, 23.20
1.
von Sabine
Ein wunderschöner Text, den ich noch gar nicht kannte - besser kann man nicht ausdrücken, was die Menschheit aus Mutter Erde gemacht hat. Die Indianervision wird allmählich Wirklichkeit, wie wir durch den Klimawandel wissen. Die aktuelle Diskussion um schadstoffarme Autos wäre ein EU-weiter Ansatz, endlich etwas besser zu machen. Ich hoffe, dass die Autoindustrie sich in diesem Punkt nicht durchsetzen kann. Danke für den Text und die stimmungsvollen Fotos, liebe Carola!
vom 01.02.2007, 19.47
Ein wunderschöner Text, den ich noch gar nicht kannte - besser kann man nicht ausdrücken, was die Menschheit aus Mutter Erde gemacht hat. Die Indianervision wird allmählich Wirklichkeit, wie wir durch den Klimawandel wissen. Die aktuelle Diskussion um schadstoffarme Autos wäre ein EU-weiter Ansatz, endlich etwas besser zu machen. Ich hoffe, dass die Autoindustrie sich in diesem Punkt nicht durchsetzen kann. Danke für den Text und die stimmungsvollen Fotos, liebe Carola!
vom 01.02.2007, 19.47






