Rad der Zeit
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Kaputte Füße

Gestern ungefähr von 15 bis 22 Uhr Gebrüll im Kinderzimmer. Die Einsicht, einen Splitter aus dem Fuß entfernen lassen zu müssen traf bei Clemens auf nicht vorhandenen Mut, das auch umzusetzen. Nach den ersten zwei Stunden gab ich auf und fuhr mit Sohnemann in die Ambulanz. Nachdem er die Ärztin fast ins Gesicht getreten hat, hob auch diese bedauernd die Hände und schickte uns wieder nach Hause. Nett. Es folgten weitere Stunden mit "Ich will das nicht im Fuß haben!" "Nein, du darfst das nicht anfassen!" "Aber mach das raus!" ... bis es endlich geschafft war und meine Geduld auch keine weitere Stunde ertragen hätte.

Nun, so dachte ich nach heutiger Fußkontrolle, ist alles wieder gut und das Wochenende kann kommen. Dachte ich ...

... bis ich sah, dass Bonnie kaum um die Ecke humpeln konnte. Also zum Tierarzt, Fuß aufgeschnitten, dicker Verband drum und morgen wieder hin. Denn die Wurzel des Übels steckt irgendwie immer noch im Fuß.



Arme Bonnie ...

Carola 02.07.2010, 10.55 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

Alpaka vs. Kardiermaschine?

Angesichts der weiterhin prophezeiten Sommerhitze habe ich es aufgegeben, Fettwolle mit Schwitzefingern spinnen zu wollen. Und da noch zwei Tüten wunderbar kuscheliges Alpaka in meinem Fundus warteten, habe ich mich diesem zugewandt. Bei einem Wollknoll-Kurs hatte eine der Teilnehmerinnen diese Schätze in ihrem Auto. Frisch geschoren von den eigenen Tieren. Der komplette Vorrat wechselte die Besitzerin, eine große Tüte grau meliert und eine etwas kleinere schwarz mit braunen Spitzen. Momentan trocknet die Kuscheligkeit in den Netzregalen vom schwedischen Einrichtungshaus auf unserer Terrasse (großer Vorteil: von allen Seiten kann Luft ran und weder Wind noch Vögel tragen die Schätze davon).



Nun hatte ich vor kurzem in irgendeiner Ravelry-Gruppe gelesen, man könne Alpaka nicht auf normalen Maschinen kardieren. Diese Aussage ließ mich stutzen, ziehe ich doch schon seit Jahren Alpaka über eine ganz und gar handelsübliche, ordinäre Kardiermaschine und erziele außerordentlich schöne, gleichmäßige und kuschelige Ergebnisse damit.



Leider finde ich den zugehörigen Thread nicht mehr. Vielleicht kann sich ja jemand daran erinnern und mag mich aufklären, wie es zu dieser Aussage kommt? Würde mich ja schon brennend interessieren ...

Carola 01.07.2010, 13.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wollwerkstatt

Wir leben draußen!

Wen hält es bei diesem Wetter schon drin? Gut, dass ich einen Teil meiner Arbeit auch draußen erledigen kann.



Kaum aus dem Kindergarten zurück, zieht es den Jüngsten sofort hinaus in den Garten. Und wenn ich ihm so zuschaue, kommen Erinnerungen zurück an die eigene Kindheit und an meine liebe Oma.



Sie hatte damals extra für mich ganz viel Obst in ihrem kleinen Garten gepflanzt. Und ich sehe noch die vom Walnüsse schälen braunen Finger an ihren großen, von einem arbeitsreichen Leben gezeichneten Händen. Händen, denen man gar nicht zugetraut hätte, dass sie so wunderbar filigrane Handarbeiten zaubern konnten. Meine Oma war schon 92 Jahre alt, als sie noch für mich eine große Tischdecke bestickte, die ich seitdem wie einen Schatz hüte.



Wenn ich im Garten sitze und die Augen schließe, kann ich den kleinen Garten meiner Kindheit förmlich riechen und die Stimme meiner Oma hören. Sie hatte auch ein Herz für Tiere und das Insektenhotel an unserem alten Apfelbaum würde ihr sicher gefallen.

Carola 29.06.2010, 18.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

Der Feind in meinem Garten

Seit einigen Tagen kämpfe ich mich durch den Garten. Rasenmähen hier, Büsche stutzen da, Efeu von den Bäumen pflücken, dem Obst beim Wachsen zuschauen und vor allem habe ich dem Unkraut den Kampf angesagt. Ich bin ja wirklich nicht der penible Rasenkanten-mit-dem-Lineal-zieh- und Beeteinfassung-mit-dem-Kompass-ausricht-Gärtner. Unter alten Bäumen gibt es Stellen, da wohnen die Igel und das Laub bleibt liegen. Für die Blindschleichen wurde eigens ein Steinhäuflein aufgetürmt, unter dem sie ihr Versteck haben. Aber aller Wildwuchs hat seine Grenzen. War ich beim Hauskauf damals froh, den Giersch hinter mir gelassen zu haben, fällt nun jedes Jahr pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen eine neue Plage über den Garten herein: Klettenlabkraut!



Kaum dreht man ihm den Rücken, frisst es den ganzen Garten auf! Da nützt es auch nichts, dass es ca. 40 Insektenarten als Futterpflanze dient. Offenbar sind sie nicht hungrig genug, um das Gewucher im Zaum zu halten.



Als Arzneipflanze gilt das Kraut als Entzündungshemmer, soll gegen Ohrenschmerzen helfen. Und gegen Schlaflosigkeit auch. Bei mir sorgt es eher FÜR Schlaflosigkeit, denn es wird von Jahr zu Jahr mehr. Außerdem sorgen die kleinen Kügelchen regelmäßig für Wutanfälle, wenn ich sie nach der Gartenarbeit aus den Hosenbeinen pflücken muss. Alle Haut, die unbedeckt mit dem Gesträuch in Berührung kam, dankt es mir noch nach Stunden mit schmerzhaftem Jucken. Und welche Freude ich habe, wenn die Hunde mir ins Gebüsch folgen, kann wohl jeder Hundehalter nachempfinden.

Aber was soll's, ich bemühe mich um eine positive Sichtweise: Es ist NICHT der Giersch! Und das ist doch auch schon was ...

Carola 24.06.2010, 16.52 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

"Wunderbares" Arbeiten

Ich bin heute ein klein wenig unausgeglichen. Heute früh war ich das noch nicht. Obwohl ich schlecht geschlafen hatte. Aber nach meinem Frühstücks-Teechen war die Welt noch in Ordnung. Nachdem ich meine Wege erledigt hatte, kam ich nach Hause und ahnte schon, was mir blüht. Das Telefon blinkte und die Anzahl der Anrufe in Abwesenheit spottete jeder Beschreibung. Nun, was soll ich sagen, es ging so weiter ... zwischen 10 und 12 Uhr, als ich versuchte, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, sage und schreibe 37 (!) Anrufe. Werbezeug hier, 0180er Nummern da, zwischendrin noch Unbekannt (ja, ich Dummchen bin tatsächlich darauf reingefallen und bin beim ersten Mal rangegangen ... Werbung). Wenn ich mir vorstelle, ich hätte für jedes Klingeln Färbezeug und Handschuhe oder später Kochlöffel und Messer hingeworfen, um ans Telefon zu gehen, hätte ich heute noch gar nichts geschafft. Großartig ...

Also, liebe Kinder, sollte meine Ignoranz eine von Euch getroffen haben, dann schicke diejenige bitte eine Mail und ich rufe zurück.

Nun aber doch zu ein paar kleinen Erfolgsmeldungen:
Die braune Ouessant ist auch fertig gesponnen. Also mein 50-Gramm-Stränglein. Und kardieren werde ich die Batts im Laufe der Woche.



Und dann bin ich schon ganz hibbelig, weil die Vorbereitungen für ein Doubleknit-Design soweit abgeschlossen sind, dass ich den "Prototyp" in Angriff nehmen kann.



Eigentlich hatte ich das heute vormittag vor, aber ihr wisst ja ... das Telefon ... Wie soll man sich da schon konzentrieren!

Carola 21.06.2010, 12.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wollwerkstatt

Ouessant, die Helle

Die 50 Gramm von der Hellen sind auch fertig. Folgen also noch graubraun, rotbraun und schwarz.



Ganz "nebenbei" nähe ich im Akkord das Top vom Blumenquilt zusammen. Per Hand. 2,00 x 2,50 Meter. Ich muss mich beeilen. Warum? Weil ich zuerst das Gästezimmer mit den Einzelteilen ausgelegt hatte. Dann mussten sie aus Platzgründen umziehen in ein anderes Zimmer. Auch dort wären sie im Wege, wenn am nächsten Freitag Besuch kommt. Und damit ich nicht wieder alle Einzelteile mühsam umsiedeln muss, nähe ich bis dahin soviele wie möglich zusammen. In Nachtarbeit. Hoffentlich kommen ein paar gescheite Filme im Fernsehen ...

Carola 13.06.2010, 19.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wollwerkstatt

Wie dünn ist dünn?

Die Ouessant-Wolle ist gewaschen, getrocknet, sortiert und wartet nun Farbe für Farbe aufs Kardieren. Die Sandfarbene ist schon fertig, wobei sie auch diejenige ist, von der die geringste Menge vorhanden ist.



Momentan bin ich an der Silber-Anthrazitfarbenen. Nach genauerer Betrachtung habe ich sie nochmal in zwei Farbtöne aufgeteilt, die ich getrennt kardiere. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis alles fertig ist und ich werde sie nach und nach im Shop einstellen.



Von der Qualität der Wolle bin ich richtig begeistert, spinne von jeder Farbe ein Batt  und werde sie zu einem Lace-Tuch verarbeiten, das wiederum die Besitzerin der Schafe begeistern soll.

Apropos Lace-Garn: die Fasern sind sehr lang und kräuselig. Sie lassen sich zu hauchdünnen, wunderbar gleichmäßigen Fäden verspinnen. Durch das noch vorhandene Wollfett ist das auch für nicht so Geübte gut machbar. Ich persönlich empfinde dieses Restwollfett als Wohltat für die Hände und wasche es erst nach dem Spinnen aus.



(Foto: Ouessant 2fädig)

Durch die Kräuselung der Wollfasern hat der fertige Faden eine sehr schöne Stuktur, ähnlich der von Shetlandwolle und nicht so glatt wie Merino. Ich mag das sehr, finde, es hat etwas sehr Lebendiges, und bin schon richtig gespannt auf das fertige Tuch (von dem ich natürlich noch keinen Plan habe, wie es aussehen soll. Aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel.)


Carola 12.06.2010, 12.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wollwerkstatt

Die Luft ist rein

Dafür haben Gewitter und Regengüsse letzte Nacht gesorgt. Aber schnell ist's wieder schwül und heiß. Nun warten wir auf den Beginn der Erdbeersaison. In einer Woche sind die Felder zum Pflücken freigegeben. Dann ziehen wir mit Körben und Eimern los, schlagen uns die Bäuche voll und ich fülle die Marmeladenvorräte im Keller wieder auf. Eine interessante Variation habe ich im Urlaub gesehen: Erdbeermarmelade mit Chillie und weißer Schokolade ... jamjam ...



Carola 10.06.2010, 17.11 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Plauderecke

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